Der neue Gürtel (Obi)

Jeder kennt das: Du hast einen brandneuen Gürtel (jap. Obi, ) gekauft – entweder weil du gerade eine Prüfung bestanden hast oder weil du deinen alten verloren hast, der Hund hat ihn gefressen, der Mitbewohner hat ihn in den Trockner geschmissen, du bekommst du Blutflecken vom letzen Training einfach nicht mehr raus… oder was einem Obi noch alles Schreckliches widerfahren kann.

Du stehst also mit deinem neuen Obi zum ersten Mal im Dojo und alle 5 Minuten löst sich der Knoten. Die Enden schauen in alle Richtungen und beim Aufwärmen tut dir während den Situps der Rücken weh, weil das Ding einfach zu hart und zu steif ist.

Du hast jetzt mehrere Möglichkeiten:

  1. Geh’ einfach weiter so in’s Training und warte ab. Nach einer gewissen Zeit wird auch der härteste Obi weicher.
  2. Wasche deinen Gürtel ein paar Mal und der Weichspüler wird den Rest erledigen… Tu’ das nicht! Obis werden nicht gewaschen, nur im absoluten Notfall denn das beschleunigt die Alterung, die Farben verblassen und sie werden wieder zu weich. Dadurch sieht dann der Knoten (jap. Musubi, 結び) schnell sehr unschön aus und die Enden hängen traurig herunter. Spätestens beim deinem ersten braunen Gürtel (3. Kyu) willst du das nicht mehr, denn du wirst ihn eine ganze Zeitlang tragen.
  3. Schau dir das folgende Video von Jesse-San an:

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